K.u.k. Tegetthoff-Klasse von GPM in 1:200, 1:250 und 1:400

Bauberichte zu Modellen / Buildung reports
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wiwo1961
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K.u.k. Tegetthoff-Klasse von GPM in 1:200, 1:250 und 1:400

Beitragvon wiwo1961 » Samstag 24. Oktober 2015, 13:28

Grüß euch alle zusammen.

Diejenigen, die im geschlossenen Nachbarforum gelegentlich mitgelesen haben, kennen dieses Wahnsinnsprojekt von mir bereits.
ich möchte hier den Baubericht wieder erstehen lassen, denn es steckt eine Menge Wissen um die Probleme beim Bau des Tegetthoff in 1:250 drinnen und ich möchte nicht, daß dieses Wissen verloren geht.
Ausserdem gab es bisher in keinem anderen Kartonbauforum (ausser Kartonist) Bauberichte zu diesem Modell.

Mein Vorhaben ist es, den Baubericht bis zum aktuellen Bauzustand sukzessive hochzuziehen und dann, nach Fertigstellung der Triglav II, fortzusetzen.

Liebe Grüße

Wiwo
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wiwo1961
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Baubulletin No. 1

Beitragvon wiwo1961 » Samstag 24. Oktober 2015, 13:48

Grüß euch Freunde.

So, es geht los mit der Rekonstruktion.

hiermit startet ein Langzeitbauprojekt, zu dem meine Frau mit hochgezogener rechter Augenbraue meinte: "Aaaah jaaaa!!! Wenn du meinst..."

Angespitzt durch Kurts (Mainpirat) Probleme bei der 250er Version des SMS Tegetthoff, wollte ich es wissen und musste den Bogen auch anschneiden.
Leider muß ich Kurts Erfahrungen bestätigen, konnte aber eine leicht abgewandelte Antwort auf selbige finden. Dazu später.

Ausserdem hatte ich schon früher mit dem Szent Istvan (1:200) und dem Tegetthoff (1:400) begonnen.

Von allen dreien habe ich mir die Luxusausführunge mit gelaserten Spantensatz, Lasercut-Detailsatz, gefräste Geschützrohre und in der 1:400er Version geätzte Relings geleistet. Bilder 1 - 3

Ein paar Gedanken zu den Modellen:

Mein Szent Istvan wird hoffentlich das erste fertige Modell werden, denn es scheint wie das Vorbild etwas glücklos zu sein.

- Der Baubericht in Kartonbau.de wurde durch Ableben des Modellbauers nie beendet.
- Der Baubericht auf PaperModelers.com geht bis zu den ersten Beibooten und wurde nicht beendet.
- Steffens (Blinki) Baubericht bricht vor der Montage der Relings, der Takelage und einigem mehr, recht unbefriedigend als "fertig" ab.
- Armins Baubericht ist vorerst stillgelegt und ruht.

Weitere Bauberichte sind mir nicht bekannt.

Der Tegetthoff in 1:250 wurde von Ingo als Vollrumpfmodell ausgezeichnet gebaut.
Kurt (Mainpirat) ist mit der grünen Vorkriegs-Version als Wasserlinienmodell zugange.
Ich habe vor die graue Version, Bauzustand Frühjahr 1914, mit übungsweise gesetzten Torpedonetzen an der Boje liegend bauen.

Ausserhalb des Kartonisten kenne ich keinen Baubericht dieses Modells.

Zum Schluß noch der Tegetthoff in 1:400.
Es gibt es den ausgezeichneten Baubericht von Marco PaperModelers.com.
Mein Tegetthoff soll grün werden und war ursprünglich gedacht als Versuchsgelände zum kennenlernen der Bauweise von GPM.

Weitere Bauberichte sind mir nicht bekannt.
So, nun wisst ihr was (hoffentlich) auf euch zukommt. :D

Liebe Grüße

Wiwo
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Andy Nase
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Re: K.u.k. Tegetthoff-Klasse von GPM in 1:200, 1:250 und 1:400

Beitragvon Andy Nase » Samstag 24. Oktober 2015, 14:07

Hallo wiwo,

ich habe diesen Bericht dort verfolgt und freue mich, dass du ihn hier zu Ende führst. Ich bin schon gespannt.

Gruss Andy
Kunst ist schön, macht aber viel Arbeit

Jeden Tag nimmt die Zahl derjenigen zu, die mich am A... lecken können (Hans-Joachim Kulenkampff)

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Baubulletin No. 2

Beitragvon wiwo1961 » Samstag 24. Oktober 2015, 14:15

Grüß euch.

Es geht los.

Der Zusammenbau des Spantengerüsts beim Szent Istvan und Tegetthoff 1:400 waren problemlos. Es war nur ein paar Striche mit der Nagelfeile nötig um das Zusammenstecken der Spantteile zu erleichtern.
Bei der Tegetthoff in 1:250 gab es folgende Probleme.

Der Lasercut der Spanten ist von der 1:200 Version herunterskaliert auf 1:250.
Nicht berücksichtigt wurde dabei, daß auch die Teile P4 bis P8 auch in ihrer Materialstärke herunterskaliert werden müssen.
Beim Einbau der 1mm starken Teile aus Finnpappe werden die "Arme" der Querspanten geknickt und hochgedrückt.

Problemlösung 1: Man schneidet den Shlitz der betreffenden Spanten (W10 - W20) entsprechend breiter. Nachteil: Die Arme werden dann sehr schmal.
Problemlösung 2: Man fertigt die Teile P4 - P8 aus 0,8mm starker Grauüappe an. Die Verpackungskartons von Tiefkühlpizzas liefern sehr gut geeignetes Rohmaterial. :D
Problemlösung 3: Um die "Arme" der Querspanten nicht zu sehr zu schwächen habe ich bei der letzen Lage aus 1mm Finnpappe, dort wo die Querspanten sind, den Bereich 1mm breit herausgeschnitten und die so entstandenen Teile zwischen die Querspanten geklebt. Damit entsteht ein sehr stabiles Gerüst.

Ich konnte es mir nicht verkneifen die drei Spantengerüste zusammen abzulichten. Bilder 1 - 2

Als nächstes wurden die Kasemattgeschütze gebaut.
Ich habe nachgerechnet und gemessen, die Rohre sind 14,5mm lang (nach Plan 1mm zu kurz) und somit muß das Lager für das Rohr ganz nach vorne an die Geschützscharte.
Die Scheibe zur Führung in der Bohrung an der Unterseite hab ich jeweils weggelassen da die 15er fix montiert werden.
Die Decke der 15er habe ich mit Revell Watercolor Anthrazit gestrichen.
Danach wurden die Teile P8, P10 und P9 eingeklebt. Bilder 3 - 4

An Steuerbord habe ich bereits die Aussenwand der Kasematten montiert. Bild 5

Danach kamen die Decksteile 11a/b und 12a/b an Bord. Bilder 6 - 7
Das Ganze soll nun unter Druck über Nacht durchtrocknen.

In der Bauanleitung der 1:250er Tegetthoff gibt es keinen Teil 12a/b!
Beim Szent Istvan schon!
In 12a/b sind aber die Positionen der Masten gelasert die als Wiederlager dienen sollen. #-o

Unter Umständen muß ich diese Lage wieder ablösen, wenn der Zinnober zu hoch wird. Ingo hat dieses Teil aus Bristolkarton ausgelassen. :-s

Liebe Grüße

Wiwo
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Re: K.u.k. Tegetthoff-Klasse von GPM in 1:200, 1:250 und 1:400

Beitragvon Olvar » Samstag 24. Oktober 2015, 15:12

SUPER, ich kenne den Baubericht nicht und bin gespannt wie Du es angehst :-bd

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Beitragvon wiwo1961 » Samstag 24. Oktober 2015, 16:45

Grüß euch!

@Andy und Olli: Ich freu mich, daß ihr mich beim Wiederaufbau des Bauberichts und seiner Weiterführung begleitet. :)

Und weiter geht es.

Die Teile der Bordwand wurden genau ausgeschnitten, Kanten gefärbt und die Bullaugen ausgestanzt, mit Fensterkuvertfolie hinterklebt und geschwärzt.
Ein Probesitzen der Bordwand zeigte, daß wie erwartet hat unten an der Wasserlinie ca. 1mm fehlt.
Darum hab ich einen Streifen aus Kassabonpapier angeklebt damit ich einen vernünftigen Halt für den Ergänzungsstreifen bekam. Bild 1
Als erstes habe ich die Streifen vor und hinter den Kasematten montiert danach den Bugteil und zum Schluß mit kleinen Anpassungen in der Länge den achteren Teil der Bordwand.
Dann wurde noch ein Streifen, gewonnen aus dem Bogen, angeklebt.
Alles hat sehr gut zusammengepasst!
Die Aufdoppelung für den Gürtelpanzer hab ich an der Wasserlinie gleich mit ca. 2mm Überstand ausgeschnitten, Kanten gefärbt und an die Bordwand geklebt.
Nachdem alles gut getrocknet war, wurde der Überstand mit einer Rasierklinge vorsichtig abgetrennt und die Kante sauber verschliffen. Bilder 2 - 4

Resumee: Wenn das Modell auf Wasserlinie gebaut wird, dann gibt es zwei Optionen:

- bei den Längs- und Querspanten unten 1mm wegschneiden. Dann kann man die gelaserte Grundplatte verwensen.

- Oder man nimmt die Grundplatte aus dem Bogen, verstärkt diese nicht und setzt das gelaserte Spantengerüst drauf. dann passt die Bordwand wie sie im Bogen enthalten ist.

Jetzt ist auch die Backbordseite geschlossen. Die Passgenauigkeit war sehr gut, es war nur eine minimale Korrektur in der Länge nötig. Bilder 5 - 7

Zum Schluß noch eine Übersicht. Bild 8

Der Bug ist recht gut geworden. Bild 9

Das Heck ist besser geworden als gefürchtet, aber noch nicht ganz optimal.
Für das erste Heck dieser Art, das ich gebaut habe, bin ich denn doch zufrieden. Bild 10

Der weisse Streifen wird noch mit einem breiteren Wasserpass überklebt werden.
Da ich mich entschlossen habe das Schiff im Bauzustand Frühjahr 1914 darzustellen, wird der Wasserpass den damaligen Vorschriften entsprechend rosarot.
Ich weiß, die Farbe ist pervers, aber der graue Wasserpass kam erst später.

Und dann kann das Schiff an den Ausrüstungskai.

Liebe Grüße

Wiwo
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Beitragvon wiwo1961 » Samstag 24. Oktober 2015, 16:51

Hallo Kartongemeinde,
der Pink Panther hat zugeschlagen und den Wasserpass rosarot gepinselt! Große grinsen
Nee stimmt nicht ganz.

Ich habe vom Sicherheitscan den Rosa Wasserpass genommen, etwas verlängert und verbreitert, ausgedruckt, an die Bordwand geklebt und mit 200er Schleifpapier auf WL geschliffen. Bilder 1 - 6
Der pink Streifen ist aber korrekt und Aktenmäßig belegt. Erst im Jahr 1915 wurde der dunkelgraue Wassserpass eingeführt, denn der Farbkontrast war doch zu heftig.
Es kamen noch (Kanten gefärbt) die zwei Schichten des Hauptdecks an Bord. Bilder 7 - 8
Die Grafik ist exzellent und schon dafür verzeiht man GPM einiges. O:-)

Das Ganze darf unter Druck durchhärten, dann werden noch die Klüsen eingebaut.

Liebe Grüße

Wiwo
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Re: K.u.k. Tegetthoff-Klasse von GPM in 1:200, 1:250 und 1:400

Beitragvon Olvar » Samstag 24. Oktober 2015, 16:54

Sauber gebaut.
ich stehe total auf die alten Schiffe :ymhug:

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Beitragvon wiwo1961 » Samstag 24. Oktober 2015, 17:00

Grüß euch Freunde.

Die drei Klüsen am Bug standen nun am Programm.
Die Anfertigung war einfach, bei den "Trichtern" habe ich zum besseren Halt ein Klebelasche aus Kassabonpapier drübergeklebt.
Bei den Wülsten habe ich den Innenring vom Spantensatz nicht angeschrägt, sie ließen sich trotzdem schön formen. Bild 1

Vor dem Enbau der Trichter war es notwendig eine Schräge in die Aussparungen im Deck zu feilen damit die Trichter schön schräg verlaufend eingesetzt werden können.
Danach war der Einbau mit Richtungshilfe durch einen hölzernen Schaschlikspieß keine große Sache.
Eventuelle kleine Unsauberkeiten werden durch die Wülste an der Bordwand und die Aufdoppelung auf dem Deck verdeckt. Bilder 2 - 4

Zum Abschluß noch einige Übersichtsbilder mit dem aufgeklebten Kettenschutzblech. Bilder 5 - 8

Nun geht der Rumpf, gezogen von zwei Schleppern, an den Ausrüstungskai und macht auf der Helling dem Szent Istvan Platz. Bild 9

Ein dickes Dankeschön gebührt Ingo, dessen Baubericht sehr hilfreich war.

Besonders freute mich der fruchtbare Dialog hinter den Kulissen mit Kurt dem Mainpiraten, dessen Kalamitäten beim Spantengerüst der Hauptgrund waren, daß ich den Bogen angeschnitten habe.

Das war es für diese Runde, als Nächstes geht es mit dem Szent Istvan weiter.

Liebe Grüße

Wiwo
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Re: K.u.k. Tegetthoff-Klasse von GPM in 1:200, 1:250 und 1:400

Beitragvon wiwo1961 » Samstag 24. Oktober 2015, 17:17

Grüß euch Freunde,

@Olli: Danke für dein Lob! Ja, die alten Kästen hatten noch Design und Charme. Heute nur noch Funktionalität.

Wie angedroht geht es mit dem Heiligen Stefan weiter.

Der Szent Istvan war ein Quotenschiff das von den ungarischen Deligierten bei den Marinebudget-Verhandlungen für die ungarische Reichshälfte eingefordert worden war.
Darum wurde das Schiff in Fiume/Rijeka gebaut und nicht wie die anderen drei Schiffe in Triest.
Daraus resultieren auch konstruktive Unterschiede von denen einige am Untergang des Schiffes mit Schuld waren.
Es hatte nur zwei Schrauben, eine andere Turbinenanlage, eine andere Einteilung der wasserdichten Schotte im Bereich der Kessel und Maschinenanlage, sowie die signifikante riesige Scheinwerfer-Plattform an den Schornsteinen.

Die Marineleitung hatte nicht erwartet daß das Schiff jemals fertig werden würde - wurde es aber doch - und damit hatte man ein, von den anderen drei Dreadnoughts, abweichendes Schiff an der Backe, das auch gelegentlich eingesetzt werden sollte/musste.

Die Geschichte und das Ergebnis des letzten Einsatzes ist bekannt.

Doch nun zum Bau.

Bei mir wurden die Laschen für die Beplankung am UWS aufgeklebt.
Weiters habe ich noch zwei Schraubhülsen für die spätere Verschraubung mit dem Sockel im Kiel einlaminiert. Bild 1 - 2

Nach entsprechender Trocknung der Laschen wurde mit dem Aufziehen der Aussenhaut begonnen.
Ich habe mir hierzu Armins Bauweise angeeignet, die vom Bug zur Mitte und vom Heck zur Mitte geht.
Weiters habe ich wie er, am Kiel und an der Wasserlinie mit Weißleim und am Spant wegen besserer Korrigierbarkeit UHU mit Lösungsmittel verwendet.
Die ersten sechzehn Bahnen sind verarbeitet. Bilder 3 - 5

Die letzten Bahnen sind festgeklebt, das Unterwasserschiff ist dicht! :ympeace:
Es ist mir nicht perfekt gelungen, aber doch akzeptabel.
Beim letzten Streifen in der Mitte musste ich einen halbem Millimeter beim Ausschneiden zugeben, dann hat es gepasst. Bilder 6 - 9

Dann kann das Ganze einige Tage ruhen und durchhärten.

Liebe Grüße

Wiwo
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Beitragvon wiwo1961 » Samstag 24. Oktober 2015, 17:51

Hallo zusammen,

es geht weiter.

Als nächstes waren die Ruderlager, Ruderblätter, Wellenhosen und die Schlingerkiele an der Reihe.
Da mir die Ruderlager und Ruderblätter irgendwie "weich" vorkamen, habe ich ein Innenleben aus dem reichlich vorhandenen Überschuß von Finnpappe aus dem Spantensatz gefertigt.
Als Verstärkung des Ruderschaftes war ein Stück eines Rundzahnstochers genau richtig. Bilder 1 - 6

Die Schlingerkiele waren einfach zum zusammensetzen und montieren. Bild 7 - 8

Dann wurden die Kasemattwände samt den drehbaren Kasemattgeschützen (noch ohne Rohre) in identer Weise wie beim Tegetthoff zusammengesetzt und eingebaut.
Dann wurden noch die Blinddecks als "Deckel" aufgeklebt. Bilder 9 - 10.

Liebe Grüße

Wiwo
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Beitragvon wiwo1961 » Samstag 24. Oktober 2015, 18:11

Einen schönen Nachmittag, alle zusammen.

Jetzt wurde es etwas fiezelig.
Ich habe mich entschlossen die Torpedobewaffnung der Tegetthoffklasse in irgend einer Form zu zeigen.
Die Schiffsklasse hatte vier Unterwasserlanzierrohre.
Im Bug, im Heck und an BB und StB je einen Lanzierapparat für Torpedos mit 50cm Durchmesser.
GPM bietet hir nur eine Markierung (an zu tiefer Stelle) für das Bugrohr.
Es existiert aber ein gutes Foto, auf dem das Bugrohr bei geöffneten Klappen zu sehen ist.

So sollte es werden!
Mit der Rasierklinge wurde an der richtigen Stelle ein Eck aus dem Vordersteven geschnitten, Mit einer Hautstanze aus der Medizin ein 3mm Loch aus dem Längsspant gestochen, in das eine Papierröhre mit 2,5mm Durchmesser eingesetzt wurde. Die Abgeschnittenen Dreiecke der Aussenhaut wurden als Klappen wieder angeklebt. Bild 1

Bei den Breitseitlanzierrohren gab es keine vernünftigen Unterlagen in meinem Fundus.
So wurde die Bordwand an der entsprechenden Stelle ausgestochen, mit Restkarton aus dem Bogen als Verschlussklappe hinterklebt eine Einfassung gezeichnet, mit dem Laser geschnitten und aufgeklebt. Bild 2 - 3

Beim Hecklanzierapparat war die Informationslage im wahrsten Sinne des Wortes zappenduster.
Aus Plänen lässt sich die Position festlegen, aber ob da eine Klappe war ist nicht belegbar.
Auf Fotos vom Bau und vom Stapellauf ist dieser Bereich immer im tiefschwarzen Schatten und keine Details erkennbar.

So wurde mit der Hautstanze ein 3mm Loch gestochen, ein Papierrohr mit 2,5mm Innendurchmesser eingeklebt und nach dem Aushärten des Kleber das Rohr dem Rumpfverlauf entsprechend mit der Rasierklinge abgeschnitten. Dann noch eine ovale Einfassung gezeichnet, mit dem Laser geschnitten und aufgeklebt. Bild 4


Liebe Grüße

Wiwo
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Beitragvon wiwo1961 » Samstag 24. Oktober 2015, 18:20

Grüß euch.

Das UWS bakam nun seinen ersten Anstrich mit Revell Aquacolour No. 48 Seegrün.
Dann wurden in bewährter Manier die Bordwände vorbereitet.
Bullaugen ausstanzen, mit Fensterkuvertfolie hinterkleben und innen schwärzen, Kanten färben und gut vorformen.
Sie wurden auf das Spantengerüst geklebt, die Passgenauigkeit war ausgezeichnet. Bild 1 - 2

Der Gürtelpanzer ging beim Original vom Bug bis zum Heck, im Bereich der Kessel und Maschinenanlage war er dicker. Auch reichte die Panzerung unter die Wasserlinie.
Der Dickere Teil über Wasser wird durch aufdoppeln mit den Teilen 36f P/L dargestellt, der Teil unter Wasser überhaupt nicht.

Die beiden Teile 36f für den Gürtelpanzer habe ich um 10mm unter die Wasserlinie verbreitert und aus Restkarton vier Streifen von 10mm Breite als Verlängerung Richtung Bug und Heck im UWS-Bereich zurechtgeschnitten.
Die Verlängerungsteile schließen direkt an die aufgeklebten Bordwände an, Teil 46f wird darübergeklebt.
Die Streifen Richtung Heck wurden dem Verlauf des Rumpfes entsprechend angepasst. Die Unterwasserteile wurden grün gemalt.
und die drei Teile zusammengesetzt. Bild 3

Nun noch ein paar Ansichten der Torpedorohre und des UWS mit dem modifizierten Gürtelpanzer. Bilder 4 - 8
Abschliessend eine Übersicht des Rumpfes "Richtigrum" mit den bereits montierten Ankerklüsen. Bild 9

Das war es schon.

Liebe Grüße

Wiwo
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Re: K.u.k. Tegetthoff-Klasse von GPM in 1:200, 1:250 und 1:400

Beitragvon hedu » Samstag 24. Oktober 2015, 18:41

Hallo Wolfgang !

Ich schaue dir gerne über die Schulter. Dein Bericht ist sehr interessant.
Nur der Spaß war vorhanden !!!!!

Liebe Grüße
Helmut

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Beitragvon wiwo1961 » Samstag 24. Oktober 2015, 19:13

Guten Abend die Runde,

@Helmut: Danke für dein Lob! Wie ich schon mal in einem anderen Forum schrieb: Bier ist im Kühlschrank, Gläser im Regal, Knabberzeug im Schrank. Help yourself. ;)

Als erstes waren die Dichtungen der Kasemattgeschützen vorzubereiten.
Im originalen Baubericht dachte ich noch, daß das Handläufe für die Jungs wären, wenn sie auf den Seitenbrettern rumturnen.
Mittlerweile habe ich gelernt, daß das Dichtungen für die Reduits der Kasemattgeschütze waren, mit den Flügelschrauben zum dichtsetzen.
Es hätte hier ein kammartiges Laserteil gereicht, aber GM hat zwölf bogenfömige Elemente mit neun Beinchen (auf der falschen Seite des Bogens), die rechtwinkelig nach unten zu biegen sind, entworfen.
Hab den ganzen Abend gebraucht um die 108 Beine richtig hinzubiegen.
Dann wurden die Teile so recht und schlecht angeklebt. Bilder 1 - 2
Dabei ging die bis dahin noch vorhandene Drehbarkeit der Reduits verloren. :-q

Vielleicht korrigiere ich diese Teile noch. Eine Idee hätte ich schon. :-?

Als nächstes wurden die Schiffsschrauben und die Ruderblätter montiert. Bilder 3 - 5

Dann war beim Bugtorpedorohr die Innenseiten grau zu streichen. Bild 6

Jetzt wurden noch die zwei Schichten des Decks aufgeklebt und darauf das Riffelblech am Vorschiff. Bilder 7 -9

Damit ist der Rüststand des 1:250er Tegetthoff erreicht und der Szent Istvan geht zur weiteren Ausrüstung nach Pola ins Schwimmdock. Bild 10

Das war es für diesmal, das nächste Mal geht es mit der 1:400er Ausgabe weiter.

Liebe Grüße

Wiwo
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Beitragvon wiwo1961 » Samstag 24. Oktober 2015, 19:23

Nochmal einen schönen guten Abend,

Wie angedroht ist nun die 1:400er Ausgabe an der Reihe.

Der Bogen bietet Namensschilder zum Aufkleben für alle drei beim STT gebauten Schiffe.
Da man aber die Schrift nur mit Lupe lesen kann und beim Prinz Eugen die Darstellung nicht stimmt,
verzichte ich darauf einen Namen Anzubringen und bestimme,
daß dieses Modell das Flottenflaggschiff VIRIBUS UNITIS im grünen Friedensanstrich wird.

Vorab muß ich mich entschuldigen, daß ich etwas faul beim Fotografieren war.
Andererseits zum dritten Mal die selben Bauschritte, das stumpft ein wenig ab und man werkelt so vor sich hin und vergisst aufs fotografieren.

Das Spantengerüst habe ich schon vor einiger Zeit zusammengestellt.
Es gab dabei keine Probleme, da hier das Design auf die Kartonstärken abgestimmt wurde, bzw. an einigen Lagen 0,5mm Bristolkarton anstatt Finnpape verwendet wurde.

Bei den Kasemattgeschützen passte die Rohrlänge und so wurden sie diesmal nach Bauanleitung gebaut. Bild 1

Beim Auflegen des Blinddecks aus Bristolkarton zeigte sich daß im Bereich der Kasematten nicht ganz 1mm Luft war.
Ich habe hier zwei Füllstücke eingesetzt, die ich nach der Schablone des Teiles P8 aus 0,8mm Karton (Verpackungskarton Tiefkühlpizza Dr. Oetker) angefertigt habe.
Damit stimmte die Höhe und das Blinddeck lag plan auf.
Davon gibt es leider kein Foto. :ymblushing:

Bei den Bordwänden wurden die Bullaugen ausgestanzt und mi Fensterkuvertfolie hinterklebt und auf der Rückseite geschwärzt.
Die Bordwände waren gewohnt passgenau und kein Problem.

Die Innenverkleidung der Kettenklüsen wurde auf bewährte Weise eingebaut.
Die Wülste kamen diesmal aus dem Lasercutsatz.

Die zwei Schichten des Decks wurden ausgeschnitten und aufgeklebt, ebenso das Riffelblech auf der Back.
Die Wülste der Kettenklüsen auf der Back, kamen aus dem Lascutsatz und mussten grau bemalt werden, da die Platine aus grünem Tonkarton bestand. Bilder 2 - 3

Zum Schluß noch zwei Vergleichsbilder, einmal 1:400 und 1:250, sowie alle Drei. Bilder 4 - 5

Das war es für Heute.

Liebe Grüße

Wiwo
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Baubulletin No. 11

Beitragvon wiwo1961 » Montag 26. Oktober 2015, 20:57

Grüß euch,

es geht am Tgetthoff in 1:250 weiter.

Als nächstes stand die Baugruppe der Schornsteine am Programm.
Der Unterbau war problemlos anzufertigen. Bild 1
Gewarnt durch Kurts Probleme habe ich die Röhren hauteng um die Profilscheiben gebaut.
Die Lasercutteile der Fußpferde ließen sich dann bei beiden Schornsteinen problemlos aufschieben ohne daß sie aufgeschnitten werden mussten.
Der Handlauf oben auf der Krempe des Schornsteins, wurde gezeichnet und mit dem Laser ausgeschnitten.
Einen fertigen Kamin und fast alle Einzelteile des zweiten Schornsteins zeigt Bild 2.
Die Abblasrohre und die Signalpfeife Bild 3.
Die Signalpfeife sowie pro Schornstein ein Abdampfrohr sind nicht im Bogen gelistet. Diese Details habe ich aus den Modellbauplänen von Ing. Friedrich Prasky.

Die fast fertigen Schornsteine und der Erste beim Probesitzen am Podest. Bilder 4 - 5

Als nächstes kamen die 20 Kleinlüfter (ein Hundskram) bestehend aus je drei Kartonscheiben und einem gebogenen Stück Draht. Bild 6

Abschließen wurden die Einzelkomponenten mit dem Podest verheiratet.
Das Ergebnis spricht für sich. Bilder7 - 9.

Liebe Grüße

Wiwo
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Baubulletin No. 12

Beitragvon wiwo1961 » Montag 26. Oktober 2015, 21:05

Guten Abend zusammen,

weiter gehts.

Der vordere Aufbau mit dem Kommandoturm stand am Programm.
Die Sehschlitze des Panzerturms wurden ausgestichelt und wegen ihrer Kleinheit gleich mit UHU verglast.
Das Treppchen zum Schott des Panzerturms stammt aus den Restbeständen vom Bau des Imperators.
Die Relings auf den kleinen seitlichen Plattformen wurden nach Schablone Gezeichnet und gelasert.
Zu einem rechten Ärgernis entwickelten sich die Niedergangstreppen. :((

Mit sicherem Griff habe ich das falsche Paar für die Treppen vom Podest zur zweiten Etage genommen. Sie waren zu lange und passten kaum zwischen Türe und Deckskante und wurden drum etwas eingekürzt. Bilder 1 - 2
Das zweite, gleichlange Paar ist für den Aufgang vom Hauptdeck zu verwenden.

Nun wurde die Gitterkonstruktion für die Friedensbrücke zusammengesetzt und montiert.
Das Gitterwerk stammt aus dem Lasersatz, die Knotenbleche aus dem Bogen. Die kleine Plattform wurde angeklebt.
Das Geländer der Plattform war Fehlanzeige, also nach Schablone nachzeichnen und lasern.
Nun ging der Krampf mit den Niedergängen richtig los.
Das noch vorhandene Paar ist eigentlich zu Kurz, musste aber trotzdem herhalten schaut darum auch nicht so toll aus.

FÜR NACHBAUER:

Es scheint besser zu sein das kürzere Niedergangspaar von den beiden seitlichen Plattformen zur nächsten Ebene einzubauen und das erste längere Paar für den Aufgang im Fachwerkgerüst zu verwenden.
Das zweite längere Paar wird für die Aufgänge vom Hauptdeck zu den seitlichen Podesten gebraucht.

Die Relings die vom Panzerturm auf die beiden kleinen Nocken führen wurden im Laserdetailsatz erfolgreich identifiziert und verwendet.
Die Reling um den Rest des Aufbaus war wieder Fehlanzeige und wurde nach Schablone gezeichnet und gelasert.

Die Leiter auf den Panzerturm hinauf stammt aus dem Laserdetailsatz. Bilder 3 - 4

Als nächstes habe ich die beiden Anbauten an den Brückenaufbau und vier Kästen gebaut (Baugruppen 50, 51 und 52)
Dann war es notwendig die Untermasten zu bauen.

Nun wurde Mast, Brückenaufbau und die Schornsteine auf Deck festgeklebt. Bild 5

Als Vorgriff habe ich den achteren Panzerstand mit Anbau zusammengebaut und auf Deck festgeklebt. Bilder 6 - 7

Der Mast ist vorerst nur eingesteckt.

Liebe Grüße

Wiwo
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Beitragvon wiwo1961 » Montag 26. Oktober 2015, 21:32

Guten Abend Gemeinde

Ich wollte als nächsten Bauabschnitt bis zur Montage der Bootsplattformen vorankommen.
Dazu war es nötig eine Reihe von kleineren und größeren Teilen herzustellen und einzubauen, da man später nicht mehr an diese Stellen herankommen würde.

Als erstes waren die vier Kohlenwinden zu bauen und auf Deck zu montieren. Entschuldigt bitte die schlechte Bildqualität, der Blitz hat mir da einen Streich gespielt. Bilder 1-2
Als Gustostückerl für Elektrotechniker: Die Elektromotoren der Winden waren wasserdicht gekapselt. Für die damalige Zeit durchaus eine Herausforderung.

Danach waren so Knopf-Lüfter dran, #91 (Keine Fotos vorhanden).

Um lästigen Kleinkram loszuwerden wurden als nächstes die restlichen Belüftungsöffnungen #126 gebaut und Bug- und Heckbereich an der Bordwand angeklebt. Bild 3
Dann kamen als "große" Teile der Antennenschacht #177 und die Lüfterfarm mit der Kranauflage und dem großen Lüfter Thaddäus Tentakel der I. an die Reihe. Bild 4

Die montierten, später nicht mehr sichtbaren Teile der Lüfterfarm zeigt Bild 5.

Als nächstes habe ich die Scheinwerferplattform zwischen den Schornsteinen und einen darunter einzubauenden Schrank (vermutlich der Stromverteiler für die Scheinwerfer) gebaut.
Der Unterbau stammt aus der Laserplatine, die Reling und die Leiter (fehlt im Bild) aus eigener Fertigung. Bild 6

Dann beschloß ich weisse Flecken im direkten Umfeld der Aufbauten zu tilgen und wieder etwas Kleinkram loszuwerden.
So entstanden eine große Luke, fünf kleine Mannluken und vier Enkel von Thaddäus Tentakel. Bild 7

Fortsetzung folgt.

Liebe Grüße

Wiwo
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Beitragvon wiwo1961 » Montag 26. Oktober 2015, 21:42

Guten Abend Freunde

Bei den Lüftern war ich nicht zufrieden mit meinem Machwerk und deshalb wurden sie mit Superkleber gehärtet, mit Weißleim überzogen, verschliffen und lackiert.

Dann wurden die Verdoppelungen der Kohlenluken ausgestochen, die Kanten gefärbt und gleich aufs Deck geklebt.
Als nächstes waren die Bootsplattformen aus Lasercutteilen anzufertigen und mit Knotenblechen und Laufbrettern aus dem Bogen auszustatten.
Die Steher der Bootsplattformen aus 0,4mm versilberten Kupferdraht wurden abgelängt, lackiert und in kleine Bohrungen im Deck eingeklebt.

Jetzt konnten die fertigen Baugruppen der Reihe nach montiert werden. Bilder 1-4

Zum Schluß noch ein Übersichtsbild. Bild 5

Das war es schon.

Liebe Grüße

Wiwo
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Beitragvon wiwo1961 » Montag 26. Oktober 2015, 21:51

Guten Abend zusammen,

jetzt geht es weiter.

Ich habe beschlossen am 250er Tegetthoff weiterzubauen, das Springen zwischen den Modellen war mental nicht so optimal.
Denn wenn aus 11 Knopflüftern 33 werden, wird es zäh.
Ausserdem möchte ich den fertigen Tegetthoff auf der GoMo 2015 Anfang März zeigen.

Darum hab ich die Kettenstopper, die Ankerbettings, einen von elf Knopflüftern sowie drei Luken gebaut. Bild 1
Der Kettenstopper ist nicht ganz richtig konstruiert, die Gleitfläche für die Kette liegt tiefer als die Oberkante der Seitenwangen.
Auf den Bettings waren noch zwei Enkel von Thaddäus Tentakel zu montieren, wie gehabt mit Superkleber versteift, überschliffen und lackiert.

Um die Familie der Tentakellüfter zu komplettieren habe ich die Baugruppe #67 angefertigt.
Bei den Windhutzen das bekannte Verfahren. Die Spaken für die nahebei stehenden Vertäuspille habe ich wegen des Kontrastes braun gemalt. Bild 2

Nach dem modifizierten Leitsatz vom General Blücher betreffend ungeliebter Arbeiten - Skalpell raus und ran an das Spill! - hab ich alle Spillköpfe gebaut.
Dazu kamen noch vier Mannluken, vier Leitrollen und die Bedeckung der Kettendurchlässe zum Kettenlager. Bild 3

Ich konnte es mir nicht verkneifen zum Größenvergleich ein Vertäuspill zusammen mit meinen Wurstfingern zu fotografieren. Bild 4

Zuletzt noch zehn Stück der großen Pilzlüfter #96. Bild 5

Nun wurde die Back ausgerüstet. Bild 6

Dann die Pilzlüfter im Bereich von Turm I und des Kommandoturms festgeklebt. Bild 7

Nun noch die beiden Lüfter #67, Vertäuspille #127, restlichen Knopflüfter #96 und das Spill #128 ganz achtern montiert. Bilder 8 - 9

Beim Spill #128 habe ich die Verstärkungen W128b und W128c aus Bristolkarton weggelassen, da dadurch das Spill viel zu hoch geworden wäre.

Und noch eine Übersicht aus dem Seeflieger. Bild 10


Das war es, jetzt geht es an die restlichen weissen Flecken an Vorschiff und Achtern.

Liebe Grüße

Wiwo
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Beitragvon wiwo1961 » Montag 26. Oktober 2015, 22:03

Hallo alle zusammen,

Nun aber weiter mit dem Kleinkram.

Also lautet der Beschluß, daß der weissen Flecken weniger werden muß! :D

Darum wurden für das Vorschiff die nötigen Baugruppen angefertigt. Bilder 1 - 3
Die Klüsen entstanden als Sandwich mit dem Lasercutteil in der Mitte und den ausgestichelten Teilen des Bogens an den Aussenseiten. Damit bekamen sie etwas "Körper".Bild 4

Alle Baugruppen wurden am Vorschiff montiert.

Die Baugruppe #106 gab etwas Rätsel auf.
In der Bauanleitung werden vier Positionen ausgewiesen, es sind aber sechs Stück der Baugruppe vorhanden.
Als fünfte Position ließ sich eine Stelle an der BB-Seite der vordersten Barbette auf etwa 10 Uhr identifizieren.
Eine sechste Position habe ich nicht gefunden, worauf sich das übriggebliebene Winzigteil offenbar beleidigt auf Nimmerwiedersehen von der Truppe entfernte. Bild 5

Danach wurden die Luken am Achterschiff gebaut.
Das Aussticheln war wegen der überstehenden Laschen der Verschlußknebel recht zeitintensiv, aber das Aussehen der fertigen Baugruppen belohnt die Mühe.
Die Bullaugen wurden ausgestanzt und schwarz unterlegt. Der glänzend auftrocknende Klebstoff suggeriert die Verglasung. Bild 6

Als letztes standen die beiden Bettings achtern und fünf Knopflüfter am Programm. Bild 7

Und alles an seinem Platz festgeklebt. Bild 8

Zum Schluß noch zwei Übersichten. Bilder 9 - 10

Bis zum nächsten Bulletin.

Liebe Grüße

Wiwo
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Re: K.u.k. Tegetthoff-Klasse von GPM in 1:200, 1:250 und 1:400

Beitragvon wiwo1961 » Montag 26. Oktober 2015, 22:11

Guten Abend zusammen!

Es geht nun in die Höhe!
Es wurden die Panzerstände für die E-Messer der 15cm Kasemattgeschütze gebaut. Bild 1
Danach die vier Barbetten (Bild 2) und die vier E-Messer (Bild 3)

Die E-Messer wurden bei Barr & Straud in England beschafft. Die Wartung und Klaibrierung war einfacher als bei den Zeiss-Geräten und die Matrosen erzielten damit bessere Ergebnisse als mit E-Messern von Zeiss.

1914 bestellte die Marine in England eine moderne Feuerleitanlage, die auch die Bewegung des Ziels miteinrechnete. Diese wurde auch noch kurz vor Kriegsbeginn in neun Kisten verpackt nach Ostende verschifft und dort eingelagert.
Nachforschungen 1915 ergaben, daß die Kisten unauffindbar seien und die Lagerhallen kurz vor dem Eintreffen deutscher Heeresverbände von den Belgiern "geplündert" worden seien.
Diese Darstellung ist recht zweifelhaft, denn was hätten Plünderer mit einer Feuerleitrechenanlage für Schiffe anfangen sollen?
Es liegt eher die Vermutung nahe, daß eine britische Einsatzgruppe die Kisten sichergestellt hatte und nach England resituierte.
Hightech-Transfer erfolgreich verhindert.
B-)
Die Entwicklung einer eigenen Feuerleitrechenanlage dauerte bis 1918 und wurde nicht mehr ausgeliefert.

Als nächstes war die Kommandobrücke an der Reihe.
Die Details der Unterseite erspare ich euch.
Der Kompass bekam einen Stecknadelkopf als Gehäuse, das Steuerad stammt aus der HMV-Handräderplatine, Ich bemerkte erst später, daß es ein Steuerrad im Lasercut-Detailsatz gegeben hätte. Bild 4

Die ganze Plattform wurde montiert - dabei zeigte es sich daß man den Brückenaufbau vor der Baugruppe mit den Schornsteinen abarbeiten sollte, den bei einem unelastischen Untermast würde es gröbere Probleme geben.
Da mein Mast einen Kern aus Federstahldraht hat, ist er doch elastisch und konnte etwas verbogen werden um die Plattformmontage zu ermöglichen.
Da die Relings wieder Fehlanzeige waren Hab ich sie nach der Schablone gezeichnet und gelasert, wobei es sich zeigte, daß die Relings für die Brückennocken in der Länge um 1,5 mm zu kurz waren, drum eine zweite Runde, aber dann hat es gepasst. Bilder 5 - 6

Dann kam die Peilplattform mit Kompass und Peilscheibe und Rauchschild dran, Reling und Niedergang - Fehlanzeige - wurden gezeichnet und gelasert.
Die Reling um den Niedergang wurde aus der zu kurzen Reling der Brückennock gewonnen.
Die Kugelhaube des Kompass habe ich aus einem Stück Draht und Weißleim gefertigt, da ich keinen Secknadelkopf in der richtigen Größe hatte. Bild 7

Zum Abschluß noch Gesamtansichten aus allen Richtungen. Bilder 8 - 10

Das war es wieder für Heute.

Liebe Grüße

Wiwo
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Beitragvon wiwo1961 » Montag 26. Oktober 2015, 22:33

Guten Abend zusammen.

Vom vorigen Bauabschnitt gibt es noch eine Seitenansicht. Bild 1

Als nächstes ging es an die Anker und das Ankermanöver.
Die Anker mit Schäkel stammen aus dem Laserdetailsatz, wurden farblich noch ein wenig angepasst.
Die Kette wurde angeschäkelt, in die Klüse eingefädelt und nach einem Foto vom Original über die Betting zur Winsch und zum Decksdurchlaß geführt.
Gleichzeitig wurden die beiden Hauptanker in Position gezogen und festgeklebt.
Die Schäfte der Anker sind leider um ca 3mm zu kurz. So war es beim ersten Reserveanker nötig drei Kettenglieder anzuhängen anstatt nur einem (laut Vorbildfoto).
Die Kette ist nach Vorbild an einem senkrecht im Deck steckenden Bolzen eingehängt.
Weiters wurde von den Bettings die dort angeschäkelte Sicherungskette mit einer einfachen Imitation der Haltevorrichtung zur jeweiligen Ankerkette geführt. Bilder 2 - 3
Der Museumsbesuch hat noch einige Erkenntnisse zum Ankermanöver gebracht, die aber erst in der nächsten Zeit eingearbeitet werden.
Dann wurden etliche Leitern, die vom Oberdeck zu den Torpedonetzen hinunterführten, sowie die kleinen Reservestockanker vor der ersten 15cm Kasematte montiert.
Die Fotorecherche hat ergeben, daß beiderseitig ein Anker geführt wurde. Im Lasersatz ist nur ein Stück enthalten, der zweite wurde aus dem Bogen gefertigt. Bilder 4 - 5

Hier ist mir ein Fehler unterlaufen! :ymblushing:

Ich habe die Anker falsch herum montiert! Die richtige Lagerung ist mit dem Schaft und Schäkel Richtung Bug.
Auch das wird geändert.

Die Aufdopplungen der Bullaugen/Fenster am Achterschiff wurden ausgeschnitten, Kanten gefärbt, mit Folie hinterklebt und an Ort und Stelle mit Uhu-Grün (kein Lösungsmittel, zerstört die Folie nicht) festgeklebt.
Danach wurden die Heckanker samt Auflagen gebaut und montiert. Bilder 6 - 7

Liebe Grüße

Wiwo
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Beitragvon wiwo1961 » Montag 26. Oktober 2015, 22:38

Guten Abend zusammen,

der zweite Teil.

Mittlerweile waren auch schon die Plattformen der Torpedonetzauflagen gebaut und angeklebt worden.

Nun war es an der Zeit ein wenig in die Trickkiste zu greifen.
Es galt 112 Stützen (pro Seite 56) unter diese Plattformen zu kleben.

Für Nachbauer:
Es ist einfacher die Plattformen und Stützen wesentlich früher anzubauen, etwa bevor das gedruckte Deck aufgeklebt wird.
Zu diesem Zeitpunkt kann man den Rumpf einfach auf den Kopf stellen und die Stützen bequem ohne Verrenkungen festkleben.

Um dem Schlamassel zu entkommen habe ich das ohnehin benötigte Transportbrett aus einem Rest Laminatboden geschnitten und Halteklötze aus Styrodur angefertigt die das Schiff gegen verrutschen sichern.
Ausserdem braucht man nicht mehr den Schiffsrumpf anfassen, was ohnehin immer schwieriger wird. Bilder 1 -2

Die zweite Maßnahme ist die Nutzung eines Notenständers der aus der dreimonatigen Phase "Ich will Blockflöte lernen" meines Sohnes übriggeblieben ist.

Hier kann man das Modell samt Transportbrett schräg aufstellen ohne fürchten zu müssen daß der Dampfer davonrutscht. Bilder 3 - 4

Dadurch ist es möglich, relativ entspannt die 112 Stützen plaziert festzukleben. Bilder 5 - 6

Das war es schon.

Liebe Grüße

Wiwo
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